Foto: Heino Neuber

Objekt des Monats Oktober

Beiwagen Nr. 33 der früheren Überlandbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz/Erzgeb.

1928

„Funkenkutsche“ und „Groschendampfer“ so lauteten die liebevollen Spitznamen der Überlandbahn von Hohenstein-Ernstthal nach Oelsnitz/Erzgeb. Diese fuhr von 1913 bis 1960. In den 47 Jahren ihres Bestehens transportierte die Straßenbahn 93 Millionen zahlende Fahrgäste, darunter etliche Bergleute auf dem Weg zur oder von der Arbeit. Das 100. Jubiläum der ersten Fahrt nahm das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge 2013 zum Anlass für die Ausstellung „Mit der Funkenkutsche durch´s Revier“. Diese widmete sich der Geschichte des „Groschendampfers“ und war zunächst als temporäre Schau gedacht, wurde aber aufgrund der großen Resonanz Teil der Dauerausstellung.

Im Zuge der Recherchen für die Ausstellung wurden das Museumsteam auf das Objekt des Monats Oktober, den Beiwagen Nr. 33 der früheren Überlandbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz/Erzgeb., aufmerksam. Die Firma MAN aus Nürnberg fertigte es 1928 gemeinsam mit drei weiteren Wägen speziell für die Straßenbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz/Erzgeb. an. Der Beiwagen hatte Platz für bis zu 54 Fahrgäste und war bis zur Einstellung der „Funkenkutsche“ 1960 unterwegs. Anschließend war er als Wagen Nr. 42 zwei Jahre in Görlitz im Einsatz, bevor er ausgemustert wurde. Danach fand das Objekt des Monats Verwendung als Aufenthaltsort am Verkehrsgarten Görlitz und anschließend als Gartenlaube, wobei lediglich der Wagenkasten erhalten blieb, während das Fahrwerk entfernt wurde.

Nach Verhandlungen mit dem bisherigen Besitzer wurde der Beiwagen in die Sammlung des Museums aufgenommen. Es stellte sich allerdings die Frage, wie der mehrere Tonnen schwere Wagen von Görlitz nach Oelsnitz/Erzgeb. transportiert werden konnte. Schließlich kam das Objekt des Monats 2014 im Zuge der 1000. Sendung „Mach Dich ran“ des MDRs ins Bergbaumuseum. Im letzten Jahr bekam der Wagon wieder ein Fahrgestell. Weitere Restaurierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen werden in den kommenden Jahren folgen, bevor der Beiwagen Nr. 33 von den Besuchenden des Museums bestaunt werden kann.

 

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