Foto: J. Mauermann

Objekt des Monats März

Modell Elbstolln-Dampfmaschine

1989

Mehr als 3480 Arbeitsstunden, etwa 71 Kilogramm Stahl, knapp drei Kilogramm Blech und letztlich insgesamt über 1250 Einzelteile waren nötig, um das Objekt des Monats anzufertigen. Es handelt sich um das Modell einer Elbstolln-Dampfmaschine im Steinkohlenrevier Döhlener Revier.

Die Elbstolln-Dampfmaschine durchlief zwei Funktionen: Sie wurde für das sechste Lichtloch des im Bau befindlichen Elbstollns angefertigt. Mit Hilfe der Maschine wurde dort Wasser transportiert. Als der Elbstolln fertiggestellt war und er somit die Entwässerung der Gruben des Döhlener Beckens übernahm, wurde die Dampfmaschine an dieser Stelle nicht mehr benötigt. Seitdem diente sie bis 1872 als Fördermaschine auf dem Oppel-Schacht des Königlichen Steinkohlenwerks in Zauckerode.

Die in Deutschland hergestellte Dampfmaschine war ein Einzelstück und unterschied sich von den damals gängigen Modellen aus England. Sie besaß eine neuartige Schiebersteuerung und besondere Geradführung der Kolbenstange zur Vermeidung der zu dieser Zeit übliche Balanciers. Dadurch lief die Dampfmaschine vergleichsweise ruhiger. Da sie aus weniger Teilen bestand, waren auch die Abnutzungserscheinungen geringer.

Um diese Besonderheit der Elbstolln-Dampfmaschine zeigen zu können, gab das Museums das Modell in Auftrag. Die Firma Feinmechanik und Modellbau Jochen Lein aus Markersbach/Erzgeb. fertigte 1989 das Modell an. Dieses ist beweglich und wird durch einen Motor angetrieben.

Das Objekt des Monats wird unter anderem neben der vorführbaren Zwillingsdampffördermaschine des Kaiserin-Augusta-Schachts im Ausstellungsbereich zur Dampfmaschine und ihrer Entwicklung in der neuen Dauerausstellung der KohleWelt gezeigt werden.

 

Zurück