Foto: J. Mauermann

Objekt des Monats Mai

Schleppkorb (Nachbildung)

2023

Für den Transport der Steinkohle unter Tage gab es verschiedene Möglichkeiten. Die wohl bekannteste ist der Transport mittels Förderwagen, den Hunten. Eine weitere Fördervariante ist der Schleppkorb. Beim Objekt des Monats der KohleWelt handelt es sich um eine Nachbildung dieses Korbs.

Körbe, wie das Objekt des Monats, wurden vor allem in kleineren niedrigeren Schächten im Zwickauer Revier verwendet.  Den mit Kohle gefüllten Schleppkorb zogen die Bergleute hauptsächlich. In Haspelschächten nutzte man solche Gefäße auch, um Steinkohle über Tage zu befördern. Hierzu wurde an den Bügel des vollen Korbs das Haspelseil befestigt und er mittels einer Seilwinde nach oben transportiert.

Originale Schleppkörbe aus dem Zwickauer Revier sind heute nicht mehr erhalten. Es gibt allerdings eine maßstabgetreue Zeichnung und eine Beschreibung aus dem Jahr 1895. Schleppkörbe wurden bereits zu dieser Zeit kaum mehr verwendet – das Exemplar war damals bereits ein Fundstück: 1892 wurde die Hermannsgrube im Zwickauer Revier nach circa 30 Jahren wieder aufgewältigt. Dabei fanden die Bergleute auch den Schleppkorb in einem verhältnismäßig guten Zustand.

Die Korbflechterei Trinks aus Oberwiesenthal fertigte nach den historischen Angaben das Objekt des Monats für das Museum an. Es wird Teil des künftigen Ausstellungsbereichs zur Geschichte des sächsischen Steinkohlenbergbaus bis zur Industrialisierung. Um die Anstrengungen im Steinkohlenbergbau im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen, können die Besuchenden den mit Kohle gefüllten Schleppkorb in der Ausstellung anheben.

 

 

Zurück