Aus Bergbaumuseum wird KohleWelt

Aus Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge wird KohleWelt - ein großer Schritt um das Museum fit für die Zukunft zu machen.

Doch was heißt, das Museum fit für die Zukunft machen? Eine neue Dauerausstellung unter dem Thema „Der Steinkohlenbergbau in Sachsen“ kann dies nur bedingt schaffen. Denn darüber hinaus ist es die Aufgabe des Museumsteams, diesen besonderen und authentischen Ort des früheren Kaiserin-Augusta-Schachtes so aufzustellen und zu führen, dass er auch bei allen jenen wahrgenommen,  besucht und genutzt wird, die keinerlei Bezug zum Steinkohlenbergbau haben. Hierzu ist es wichtig, besonders auch die nachwachsenden Generationen in den Blick zu nehmen, ebenso die mehr als 50% der Bevölkerung, die normalerweise nicht in ein Museum gehen.

Vor diesem Hintergrund wurde das Museumsteam beauftragt, zu prüfen, in wieweit die völlige Erneuerung des Museums auch über einen neuen Namen in die Öffentlichkeit getragen werden kann. Bei dieser Prüfung wurden viele unterschiedliche Kriterien aufgestellt und bearbeitet sowie Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit einbezogen. Dazu gehört zum Beispiel, dass allein auf Grund des Namens schon in Chemnitz oder Zwickau (und mehr noch darüber hinaus) öfter die Meinung wahrzunehmen war, bei dem Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge handele es sich eher um ein kleineres klassisches Heimatmuseum. Damit hat man auch nicht vermutet, dass hier ein so einmaliges Anschauungsbergwerk vorhanden ist, das in akribischer und mühevoller Arbeit durch viele Bergleute für die Nachwelt aufgebaut wurde. Außerdem kamen viele Gäste mit der Erwartungshaltung, bei einem Bergbaumuseum in einer Montanregion Erzgebirge geht es um den Erzbergbau, was aber nicht der Fall ist.

Diese und weitere Hintergründe werden beim Sonderstammtisch am 9. Februar 2024 erläutert. Es wird unter anderem auch darauf eingegangen, warum die KohleWelt mehr denn je auch Gedenk- und Erinnerungsort an die Bergleute und ihre Familien sein wird.

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